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Anlagenverzeichnis Energiemanagement

Facility Management: Energiemanagement » Ausschreibung » Anlagenverzeichnis

Anlagenverzeichnis und Stammdatenblatt

Energiemanagement: Technische Anlagenliste

Eine vollständige technische Anlagenliste und klar definierte Wartungs-, Prüf- und Optimierungspläne bilden die Grundlage für einen sicheren, rechtskonformen und energieeffizienten Betrieb aller energietechnischen Anlagen (z. B. Energieerzeugung, -verteilung, Mess- und Zählerinfrastruktur, Gebäudeautomation). Diese Unterlage bietet eine strukturierte Übersicht über alle energierelevanten Systeme, Komponenten und zugehörigen technischen Einrichtungen innerhalb der Immobilie. Durch die Verknüpfung jedes Assets mit festgelegten Prüf- und Kalibrierintervallen, Energiekennzahlen (z. B. kWh/m², kWh/Stück), Verantwortlichkeiten und Dokumentationsanforderungen wird die Nachverfolgbarkeit gewährleistet und die Einhaltung gesetzlicher und normativer Vorgaben wie BetrSichV, DGUV-Regelwerk, DIN EN ISO 50001, DIN EN 16247 sowie VDI 6026 unterstützt. Die Wartungs- und Optimierungsplanung unterstützt nicht nur die vorbeugende Instandhaltung, reduziert Energieverluste und Ausfallzeiten, sondern dient auch als strategisches Instrument für Lebenszyklusmanagement, Budgetierung, Energiecontrolling und CAFM-Integration – und ermöglicht damit ein transparentes, datenbasiertes Facility Management über die gesamte energietechnische Infrastruktur hinweg.

Energiemanagement: Technische Anlagenliste Gebäude

Technische Anlagenliste für energietechnische Systeme – Grundlage für sicheren, normgerechten und energieeffizienten Betrieb

Nr.

Anlagentyp

Energieart

Nennleistung [kW]

Versorgte Fläche [m²]

Betriebsart

Klasse / Standard

Standort/Bereich

Besondere Ausstattung

Baujahr

1

Mittelspannungstransformator 10/0,4 kV

Stromversorgung

1.000,00 18.000,00

Dauerbetrieb 24/7

Energieeffizient nach DIN EN 50588-1

Energiezentrale, Untergeschoss

Online-Temperatur- und Lastüberwachung, Ölauffangwanne, Fernwirkmodul

2.026
2

NS-Hauptverteilung mit Haupt- und Unterzählern

Strom

1.600,00 18.000,00

Dauerbetrieb, Lastmanagement

Schaltanlage nach DIN EN 61439-2

NSHV-Raum, Untergeschoss

MID-konformer Hauptzähler, Stromwandlerfeld, Modbus-TCP-Anbindung

2.026
3

Blockheizkraftwerk (BHKW) Erdgas

Strom/Wärme

250,00 12.000,00

wärmegeführt, Grundlast

Hocheffiziente KWK-Anlage nach KWKG

Energiezentrale, Außenaufstellung

Fernüberwachung, Brennwertnutzung, Schallhaube

2.026
4

Gas-Brennwertkessel Heizkreis Gebäude

Wärme

600,00 18.000,00

Spitzenlast, witterungsgeführt

Brennwertkessel mit Effizienzklasse A

Heizzentrale Dachgeschoss

Modulierender Brenner, Hocheffizienzpumpen, Wärmemengenzähler

2.026
5

Kälteerzeuger Wasser/Wasser (Chiller)

Kälte

400,00 10.000,00

Sommerbetrieb, gleitende Kondensation

Ecodesign-konforme Kälteanlage

Kältezentrale, Technikhof

Freikühlregister, drehzahlgeregelte Pumpen, Kältemengenzähler

2.026
6

Luft/Wasser-Wärmepumpe

Wärme/Kälte

150,00 5.000,00

bivalenter Heiz-/Kühlbetrieb

ErP-Effizienzklasse A++

Dachaufstellung Südflügel

Invertergeregelter Verdichter, integrierter Wärmemengenzähler

2.026
7

Photovoltaikanlage Dach

Stromerzeugung

200,00 1.200,00

Eigenverbrauch mit Überschusseinspeisung

Netzgekoppelte Anlage nach VDE-AR-N 4105

Dachflächen Halle A–C

Stringüberwachung, Datenlogger, Fernvisualisierung

2.026
8

Energie-Management-System (EMS) mit Zählerintegration

alle Medien

2,00 20.000,00

24/7-Betrieb, zentrale Datenerfassung

Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001

Serverraum Leitwarte

SQL-Datenbank, OPC-UA-Schnittstellen, webbasierte Dashboards

2.026

Stammdatenblatt je energietechnischer Anlage (Struktur)

  • Identifikation und Zuordnung: Anlagennummer, Standort, Einsatzumgebung (innen/außen, Temperatur/Feuchte), Anlagentyp (z. B. Heizkessel, Kälteanlage, BHKW, PV-Anlage, RLT-Gerät, Beleuchtungssystem) inkl. Zuordnung zu Verbrauchs-/Erzeugerkategorie und ggf. Kennzeichnung als „signifikante Energienutzung (SEU)“ nach DIN EN ISO 50001 / DIN EN 16247.

  • Technische Grunddaten: Hersteller/Typ, Serien-Nr., CE/EG-Konformität, elektrische und thermische Kenndaten (Spannung, Nennleistung, Wirkungsgrad), Schutzart, Energie- bzw. Medienzuführung (Strom, Gas, Fernwärme, Fernkälte). Diese Daten dienen als Basis für Wirkungsgradberechnungen, Benchmarks und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen.

  • Energiemessung und Datenerfassung: Art und Anzahl der Zähler/Sensoren (z. B. Strom-, Wärme-, Kälte-, Gaszähler), Messgröße und Messbereich, Genauigkeitsklasse nach MID/MessEG/MessEV, Zählpunktbezeichnung, Kommunikationsschnittstellen (M-Bus, Modbus, BACnet, OPC UA), Kalibrier-/Eichhistorie. Verknüpfung der Messstelle mit Bilanzkreis, SEU und Energiekennzahlen im Energiemanagementsystem.

  • Regelung, Gebäudeautomation und Energieregelstrategien: Anbindung an GLT/Leittechnik, eingesetzte Regler, Aktoren und Feldgeräte, verwendete Protokolle (z. B. BACnet, Modbus, KNX). Hinterlegte Sollwerte, Zeitprogramme, Lastmanagementfunktionen (z. B. Lastabwurf, Peak-Shaving) und Alarmierung bei Abweichungen von Grenzwerten, Energiebudgets oder Effizienzkennzahlen.

  • Betriebs- und Nutzungsprofil / Energiekennzahlen: Betriebszeiten (z. B. 24/7, werktags, Schichtbetrieb), Lastprofile (Grund-/Mittel-/Spitzenlast), Ausnutzungsgrad, definierte Energiekennzahlen (z. B. kWh/m², kWh/Mitarbeiter, kWh/Stück), Basisjahr, Zielkennzahlen und hinterlegte Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. Bewertung von Restlebensdauer und Modernisierungsbedarf aus energetischer Sicht (z. B. Austausch gegen hocheffiziente Technik, Regelungsoptimierung).

  • Verknüpfung mit Wartung, Inspektion und Energieaudits: Prüf- und Instandhaltungsfristen (z. B. nach Herstellerangaben, BetrSichV, DGUV-Vorschriften), Referenz auf Wartungs- und Energieinspektionsplan sowie Zuordnung im CAFM- und Energiemanagementsystem. Sicherstellung, dass Wartungsereignisse, Störungen und Effizienzmaßnahmen im Energiemanagement (z. B. Vorher-/Nachher-Verbrauchsvergleich) bewertet werden.

Rollen, Nachweise, Dokumentation

  • Gefährdungsbeurteilung & Prüfkonzept: Arbeitgeber/Betreiber legt Art, Umfang und Fristen der technischen Prüfungen und energetischen Bewertungen fest (BetrSichV §§ 3, 14 i. V. m. TRBS 1111/1201 sowie Vorgaben aus DIN EN ISO 50001/DIN EN 16247).

  • Wiederkehrende Prüfung mind. jährlich durch befähigte Person bzw. Elektrofachkraft/Sachkundigen; Funktionsprüfung sicherheitsrelevanter Einrichtungen, Kontrolle und Plausibilitätsprüfung der Energiezähler (inkl. Eichstatus); anlassbezogene Prüfungen vor Erstinbetriebnahme sowie nach Änderungen, Störungen oder relevanten Ereignissen (u. a. nach DGUV Vorschrift 3, DIN VDE 0105-100, TRBS 1201).

  • Betriebs- und Prüfbuch je energietechnischer Anlage digital oder in Papierform führen und zur Einsicht bereithalten (z. B. gemäß VDI 3810 und VDI 6026); Dokumentation aller Prüfungen, Wartungen, Kalibrierungen, Änderungen und Energieoptimierungsmaßnahmen.